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USA, 2002 - Antelope Canon

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Eine der Frauen bringt uns zum Eingang. Nur ein kurzes Stück vom Parkplatz entfernt, die Gegend sieht aus wie ein ausgetrocknetes Flussbett, bleibt sie stehen und deutet auf eine Spalte im Boden, nicht einmal einen halben Meter breit. Hier geht es hinunter. Zum Glück sind wir alle nicht dick. Ein paar kleine Eisenstufen bringen uns tiefer hinein und unser Staunen wird immer größer. Der Zeitpunkt ist perfekt. Es ist 11:00 Uhr und die Sonne steht hoch oben, sodass sie in diesen engen Canyon hineinscheinen kann. Die Strahlen zaubern wunderbare Lichteffekte in die enge, vom Wasser ausgewaschene Schlucht. Die rote Färbung des Gesteins verstärkt diesen Effekt. Die verschiedensten Rottöne, hell oben und immer satter und kräftiger unten. Ein sandiger Weg schlängelt sich hindurch. Mal eng, mal etwas weiter. Teils in kurzen Windungen, teils längere, gerade Stücke. Kaum schaut man um ein neues Eck, bietet sich wieder ein anderes Bild mit anderen Schattierungen. Insgesamt geht man vielleicht einige hundert Meter weit, etwa 15-20 Meter unter der Oberfläche, dahin. Wie weit es wirklich ist, kann ich aber schwer abschätzen, zu viele Eindrücke nehmen einen gefangen und man verliert irgendwie das Gefühl für die Distanz. Wasser versperrt uns dann den Weg. Auf dem Rückweg steht die Sonne schon wieder ein wenig anders und die Beleuchtung hat sich dadurch auch wieder geändert. An manchen Stellen ist es schwierig auszuweichen, wenn jemand entgegenkommt. Sonnenstrahlen, die den Weg durch kleine Spalten finden, beleuchten wie Spots Teile der Canyonwand oder gelangen mitunter auch bis zum Boden hinunter. Wie im Scheinwerferlicht steht man an diesen Stellen.